Margarita MartynPsychologische Beratung & Coaching

Psychologische Beratung bei Migration

Das Leben hier ist aufgebaut, doch das Gefühl, dazuzugehören, bleibt aus.

Äußerlich kann die Anpassung gelungen sein, während innerlich weiterhin Distanz bleibt.

Der eigene Platz muss neu gefunden werden – zwischen Vergangenheit, Gegenwart und mehreren kulturellen Welten.

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Zuhause, Zugehörigkeit und Identität

Ein Umzug geht innerlich weiter

Man kann die Sprache lernen, arbeiten, Kinder großziehen, Freundschaften schließen und äußerlich längst angekommen sein. Innerlich kann man sich trotzdem fremd fühlen, das frühere Leben vermissen oder merken, dass es auch kein wirkliches Zurück mehr gibt.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Umzug nicht endet, sobald die Koffer ausgepackt und die praktischen Fragen geklärt sind. Oft tauchen erst viel später schwierigere Fragen auf: Wo ist jetzt mein Zuhause, was möchte ich aus der Vergangenheit bewahren und wer bin ich nach all dem geworden?

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Wenn es nicht mehr nur um Anpassung geht: Sie bemühen sich, aber es wird nicht leichter

Nach dem Umzug fühlen Sie sich weniger wie Sie selbst

Früher kannten Sie Ihren Wert: Beruf, Status, vertraute Menschen und Selbstvertrauen waren da. Hier müssen Sie unter Ihrem Niveau neu beginnen, sind vom Partner abhängig oder müssen beweisen, was früher selbstverständlich war.

Manchmal scheint es, als gäbe es nirgends mehr ein Zuhause

Hier fühlen Sie sich nicht ganz zugehörig. Kehren Sie an den früheren Ort zurück, ist auch dort vieles fremd geworden. Dann wird die Frage, wo Ihr Zuhause ist, besonders schmerzhaft.

Das Leben bleibt jahrelang vorläufig

Sie leben und arbeiten längst hier, die Kinder gehen zur Schule, doch innerlich heißt es weiter: Mal sehen, ob wir bleiben. Es fällt schwer, Pläne zu machen und zu spüren, dass das neue Leben bereits begonnen hat.

Der Umzug verändert die Beziehungen zu den Nächsten

Einer findet schneller seinen Platz, der andere verliert Arbeit oder wird abhängiger. Die Kinder gehören zunehmend einer anderen Kultur an, Angehörige dort verstehen Ihr Leben immer weniger. Mit dem Land scheinen auch vertraute Beziehungen verloren zu gehen.

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Was kann sich verändern?

Eine andere Sprache, Arbeit oder gesellschaftliche Position bestimmen nicht länger Ihren Wert. Sie können sich stärker auf das stützen, was Sie bereits können, wissen und erlebt haben.

Sie fühlen sich wieder sicherer

Sie müssen hier nicht vollständig heimisch werden oder aufhören, das Frühere zu vermissen. Nach und nach entstehen Menschen, Orte und Dinge, bei denen Sie spüren: Das ist inzwischen auch mein Leben.

Das Gefühl entsteht: Ich habe wieder einen eigenen Platz

Es wird leichter, Pläne zu machen, sich einzurichten und in Beziehungen und das Leben hier zu investieren, auch ohne zu wissen, wo Sie in fünf oder zehn Jahren sein werden.

Das Leben ist nicht mehr nur vorläufig

Sie können besser verstehen, wie der Umzug jeden von Ihnen verändert hat, warum Anpassung unterschiedlich schnell gelingt und was heute zwischen Ihnen geschieht.

Mit nahen Menschen wird gegenseitiges Verstehen leichter

Sie dürfen das Vermisste betrauern und zugleich hier ein Leben aufbauen. Keine Ihrer Länder, Kulturen oder Lebensphasen muss zur einzig richtigen erklärt werden.

Sie müssen sich nicht zwischen dort und hier entscheiden

Sprache, fremde Regeln und die Notwendigkeit, vieles neu zu verstehen, verschwinden nicht. Doch sie beanspruchen nach und nach weniger Energie und Raum.

Anpassung kostet weniger Kraft

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Sie investieren in 60 Minuten fokussierte Begleitung

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Fragen zum Thema

Häufig gestellte Fragen

Sich an Sprache, Dokumente und Abläufe zu gewöhnen, bedeutet noch nicht, sich zu Hause zu fühlen. Vieles, was früher automatisch ging, erfordert hier bewusstes Nachdenken. Man kann gut zurechtkommen und dennoch müde davon sein, vertraute Menschen vermissen und sich nicht ganz zugehörig fühlen.

Ja. Hier kann man jahrelang ein wenig fremd bleiben und am früheren Ort feststellen, dass man sich auch dort nicht mehr zu Hause fühlt. Sie selbst, andere Menschen und das Leben haben sich verändert. Die Frage nach dem Zuhause kann dann sehr schmerzhaft werden.

Früher hatten Sie vertraute Arbeit und Beziehungen und wussten, was Sie können. Hier müssen Sie die Sprache lernen, Abschlüsse anerkennen lassen, unter Ihrer Qualifikation arbeiten oder finanziell vom Partner abhängen. So kann das Gefühl entstehen, ständig wieder bei null anzufangen.

Menschen um sich zu haben ist nicht dasselbe wie Nähe. Es können diejenigen fehlen, denen man nicht die Hälfte des Lebens erklären muss, mit denen man Geschichte teilt und die man in schweren Momenten einfach anrufen kann. Solche Bindungen und Zugehörigkeit sind für das Wohlbefinden sehr wichtig.

Jahrelang mit einem inneren erst einmal abwarten zu leben, ist schwer. Statt sich zu einer heute unmöglichen Entscheidung zu zwingen, kann die Frage helfen: Wie gestalte ich mein Leben jetzt, auch wenn ich noch nicht weiß, wo ich später sein werde?

Das kommt vor. Einer lernt schneller die Sprache und findet Arbeit, der andere braucht länger oder wird finanziell abhängig. Rollen, Belastungen, Beziehungen und der Umgang mit Kindern verändern sich. Wir können sowohl die Paarbeziehung als auch die Wirkung des neuen Lebens auf jeden von Ihnen betrachten.

Ja. Ich arbeite auf Russisch und Deutsch und kann Paare begleiten, bei denen ein Partner Russisch und der andere Deutsch spricht. Hinter denselben Worten werden oft unterschiedliche familiäre und kulturelle Bedeutungen gehört. Wir können klären, was Sie sagen und was beim anderen ankommt.