Psychologische Beratung in Zeiten von Veränderung und Krise
Der bisherige Weg passt nicht mehr, doch der neue ist noch nicht sichtbar.
Ein Übergang kann nach einem wichtigen Ereignis beginnen – oder ohne erkennbaren äußeren Anlass.
Vertraute Orientierung verliert ihre Wirkung, und zunächst entsteht eine neue Frage an das eigene Leben.
Zwischen dem Alten und dem Neuen
Eine Krise als Zeit, Orientierung neu zu ordnen
Manchmal verändert sich das Leben von selbst: durch einen Umzug, eine Trennung, das Erwachsenwerden der Kinder, einen Berufswechsel oder den Eintritt in den Ruhestand. Manchmal bleibt äußerlich alles an seinem Platz, während innerlich immer deutlicher wird: So wie bisher möchte ich nicht mehr leben.
Der Gedanke liegt mir nahe, dass eine Krise nicht immer bedeutet, dass im Leben etwas schiefgelaufen ist. Manchmal ist sie der Moment, in dem die bisherige Lebensweise nicht mehr trägt und eine neue erst noch gefunden werden muss.
Woran Sie merken, dass Sie sich in einer Übergangsphase befinden
Was früher passte, passt nicht mehr
Arbeit, Beziehungen und Alltag sind vielleicht gleich geblieben. Doch was früher stimmig war, belastet Sie zunehmend oder bereitet keine Freude mehr. Was stattdessen kommen soll, ist noch unklar.
Sie wissen nicht mehr, was Sie wollen
Frühere Ziele freuen Sie nicht mehr und erscheinen weniger wichtig. Neue Wünsche fehlen noch. Leere, Orientierungslosigkeit und die beunruhigende Frage können auftauchen: Was will ich jetzt überhaupt von meinem Leben?
Alles hat sich verändert, und Sie wissen nicht, wie es weitergeht
Umzug, Trennung, Berufswechsel, das Erwachsenwerden der Kinder oder das Karriereende liegen hinter Ihnen. Statt Erleichterung entstehen Leere, Einsamkeit oder das Gefühl, dass das alte Leben zerfallen ist und ein neues noch fehlt.
Eigentlich ist alles gut, aber Sie fragen sich immer öfter: War das alles?
Arbeit und Beziehungen sind vorhanden, das Leben ist eingerichtet. Doch was früher Freude machte, erfüllt Sie nicht mehr. Unzufriedenheit, Langeweile oder Leere nehmen zu, ohne dass Sie genau erklären können, was fehlt.
Was kann sich verändern?
Es wird klarer, was wirklich nicht mehr zu mir passt und was in dieser Phase lediglich schwierig geworden ist.
Ich verstehe besser, was mit mir geschieht
Ich muss nicht sofort entscheiden, wer ich als Nächstes sein und wohin ich gehen soll. Eine neue Richtung darf Zeit brauchen.
Mehr Ruhe, auch wenn die Antwort fehlt
Ich bemerke deutlicher, was mein eigener Wunsch ist und was ich nur fortsetze, weil „man es so macht“, ich immer so gelebt habe oder andere es erwarten.
Ich erkenne besser, was ich selbst möchte
Ich muss nicht das ganze neue Leben vor mir sehen. Manchmal reicht es zu wissen, was ich jetzt ausprobieren möchte.
Mehr Freiheit bei Entscheidungen
Dass das bisherige Leben nicht mehr passt, bedeutet nicht, dass frühere Entscheidungen falsch waren. Vielleicht habe ich mich einfach verändert.
Ich denke nicht mehr, mit mir stimme etwas nicht
Neues erscheint nicht immer als große Entscheidung. Oft entsteht es aus kleinen Versuchen, Interessen, Begegnungen und Dingen, die sich wieder lebendig anfühlen.
Nach und nach zeigt sich eine Richtung
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Fragen zum Thema
Häufig gestellte Fragen
Ja. Eine Krise muss nicht mit einem Ereignis beginnen, das alles zerstört. Manchmal ist äußerlich alles geregelt, doch das, was früher Sinn, Interesse oder Stimmigkeit gab, trägt nicht mehr. Das ist Grund genug, innezuhalten und hinzusehen.
Das müssen Sie vor dem ersten Gespräch nicht wissen. Der Anspruch, es endlich herausfinden zu müssen, erzeugt oft zusätzlichen Druck. Wir können zunächst klären, was nicht mehr passt, was Sie noch festhält und wofür sich ein erstes leises Interesse zeigt.
Nein. Manche verändern nach einer Neuorientierung Arbeit, Beziehung oder Lebensweise. Andere entdecken, dass nicht das Leben selbst, sondern die Art, darin zu leben, Veränderung braucht. Das Ergebnis sollte nicht vorab feststehen.
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Nach 40 können Arbeit, Beziehungen, Körper, Kinder, das eigene Alter und Zukunftspläne anders erlebt werden. Die Frage, ob man so die nächsten zwanzig Jahre leben möchte, ist nachvollziehbar. Entscheidend ist jedoch, was konkret mit Ihnen geschieht.
Natürlich. Man kann Veränderung stark wünschen und sie zugleich fürchten. Neues bedeutet fast immer, etwas Vertrautes zu riskieren oder loszulassen. Zweifel sind dabei kein Mangel an Entschlossenheit, sondern ein normaler Teil ernsthafter Veränderung.
Das ist unterschiedlich. Manchmal wird schnell klar, was als Nächstes kommen soll. Manchmal ist das alte Leben beendet und das neue nimmt noch keine Form an. Dann kann es wichtiger sein, zurückzublicken, den bisherigen Weg zu verstehen und zu klären, wer Sie heute sind und was Sie mitnehmen möchten. Daraus entsteht allmählich eine Richtung.